— — —   DER SCHNITT IST OFFLINE   — — —

Der Herr des Hauses

Man of the House. USA 2005. R: Stephen Herek. B: Robert Ramsey, Matthew Stone, John J. McLaughlin. K: Peter Menzies jr.. S: Joel Negron. M: David Newman. P: Columbia Pictures, Revolution Studios. D: Tommy Lee Jones, Anne Archer, Brian Von Holt, Christina Milian, Cedric the Entertainer, Paula Garces u.a.
100 Min. Sony ab 9.6.05

Keep Austin Weird

Von Frank Brenner Wenn ein zuvor gefeierter Hollywoodstar nach einigen Flops an einem Tiefpunkt seiner Karriere angelangt ist, entschließt er sich gerne, es einmal auf anderen Pfaden zu versuchen. Er nimmt sein bis dahin erarbeitetes Leinwandimage und transferiert es mit Vorliebe in einen komischen Kontext, so z.B. geschehen bei Arnold Schwarzenegger, Robert De Niro oder Vin Diesel. Nun ist Rauhbein Tommy Lee Jones an der Reihe. Der Texaner ist mal wieder der grantelnde Gesetzeshüter mit der rauhen Schale, der in der texanischen Hauptstadt Austin (ein weiterer Grund für Jones' Zusage?) auf Verbrecherjagd geht. Doch als eine Gruppe von fünf Cheerleadermädchen Zeugen eines Mordes werden, greift das Schutzprogramm, und Jones wird als Aufseher für die in Lebensgefahr schwebenden Teenies auf seinen bislang nervenaufreibendsten Job angesetzt.

Wenn schon in den ersten Minuten ein Handy aus dem Enddarm einer Milchkuh gefischt werden muß, ahnt man, auf welchem Niveau sich diese Komödie bewegen wird. Doch allen Unkenrufen zum Trotz werden die Gags im Laufe des Films tatsächlich besser. Die Zielgruppe kann dabei dann auch noch was lernen, denn eine Moral muß natürlich transportiert werden. Texas Ranger Jones gelangt zu der Erkenntnis, wie man private Dinge in Einklang mit dem Beruf bringen kann und daß Cheerleader viel mehr können, als nur mit Puscheln wedeln. Und die Mädels zeigen Verantwortung, können tagelang ohne Handy auskommen und ziehen sich auch schon mal Klamotten an, die den Bauchnabel verdecken. Wenn Filme wie Der Herr des Hauses für den gemeinen Kinozuschauer derlei Werte vermitteln und dabei auch noch ein wenig für Kurzweil sorgen können, haben sie ihren Zweck sicherlich zur Genüge erfüllt. 1970-01-01 01:00
© 2012, Schnitt Online

Sitemap