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GoldenEye

GB 1995. R: Martin Campbell. B: Jeffrey Caine, Bruce Feirstein. K: Phil Meheux. S: Terry Rawlings. M: Eric Serra. D: Pierce Brosnan, Sean Bean u.a.
130 Min. ab 28.12.95
Von Michael Biniok Der letzte Bond-Film liegt nunmehr fünf Jahre zurück. Wenn man die Neuauflage gesehen hat, wünscht man sich fast, es hätte sie nie gegeben. Im Vorfeld von GoldenEye fragte man sich des öfteren, wie James Bond mit dem Ende des Kalten Krieges umgehen würde. Nun ja, er kann anscheinend nicht ohne bzw. nicht ohne ihn zu zitieren, und so beginnt der Film in der Vergangenheit, neun Jahre vor der filmischen Gegenwart (was phantasiereich durch die Einblendung »Neun Jahre später« verdeutlicht wird).

James Bond ist immer noch smart, trinkt seinen Martini wie gehabt, hat weiterhin nette Gespielinnen, fährt schnelle Autos und hat Haare auf der Brust. Was hat sich also seit 1962 getan? Er wird im Film mit seinem eigenen Klischee konfrontiert: Eine Frau an seiner Seite nennt ihn einen »sexistischen englischen Dinosaurier«, ein Kontaktmann amüsiert sich über »geschüttelt, nicht gerührt«, und »M«, erstaunlicherweise eine Frau, unterstellt Bond, letztlich nur aus dem Bauch handeln zu können. Aber nicht nur Bond läßt Federn: »Q« unterliegt in GoldenEye vollends seinem Spieltrieb, Moneypenny hat eine Verabredung, und ein leinwandfüllendes »Zippo« wird ausgepustet (Wieviel Hub muß dafür wohl ein Schrauber haben?).

Pierce Brosnans Problem ist die Tatsache, daß er als »Remington Steele« schon in ähnlicher Mission unterwegs war; die Bond-Rolle spielt er, als sei er befördert worden. 1970-01-01 01:00

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Dieser Text ist erstmals erschienen im Schnitt #01.
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