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Geh' wohin dein Herz dich trägt

Va' dove ti porta il cuore. D/I/F 1995. R,B: Cristina Comencini. B: Roberta Mazzoni. K: Roberto Forza. S: Nino Baragli. M: Alessio Vlad, Claudio Capponi. D: Virna Lisi, Margherita Buy, Galatea Ranzi, Valentina Chico u.a.
110 Min. Pandora ab 1.8.96
Von Saskia Vömel Mit Hilfe zahlloser Rückblenden schickt Cristina Comencini den Zuschauer durch die Irrungen und Wirrungen der Familiengeschichte von Marta. Durch das Brieftagebuch ihrer verstorbenen Großmutter Olga erfährt sie die Wahrheit über deren Leben und das ihrer eigenen Mutter.

Fast alle Ingredienzen für ein Rührstück sind vorhanden: Mutter-Tochter-Konflikt über drei Generationen, große Kinderaugen, Enthüllungen, heimliche Liebe, ein zärtlicher Frauenarzt und eine absolut unerträglich gefühlsduselige Musik. Sogar der Alptraum fast aller Mädchen – der offensichtlichen Zielgruppe – von bläulich schimmernden Insekten, die in Großaufnahme mit fiesem Krabbelsound über eine Tischplatte kriechen, fehlt nicht.

Anfangs, wenn die Kamera wie der wehende Wind durch das plötzlich verwaiste Haus Olgas streicht, hofft man noch auf ein bewegendes Kinoerlebnis, doch vergebens – ein schaler Schmalzfilm rollt sich ab. Klischee und Kitsch erschlagen jeden Moment der Rührung, und das eigene Herz weist vehement darauf hin, daß es mit all dem nun wirklich gar nichts zu tun habe… 1970-01-01 01:00

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Dieser Text ist erstmals erschienen im Schnitt #03.
© 2012, Schnitt Online

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