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Erkan und Stefan gegen die Mächte der Finsternis

D 2002. R: Axel Sand. B: Philipp Weinges, Günter Knarr. K: Stephan Schuh. S: Jochen Retter. M: Ralf Wengenmeier. P: Hofmann & Voges, Goldkind. D: Erkan Maria Moosleitner, Stefan Lust, Bettina Zimmermann, Leon Boden, Julia Thurnau, Simone Dericks, Corinna Harfouch u.a.
80 Min. Constantin ab 20.6.02

Zielgruppen-Kino

Von Carsten Tritt Bei Beurteilung des neuen Erkan & Stefan-Films ziele ich vor allem darauf ab, daß nach dem Erfolg des ersten Erkan & Stefan-Kinofilms und aufgrund der Popularität, welche die beiden Komödianten in größeren Kreisen vorwiegend der deutschen Jugend genießen, es nicht nur verständliches Begehr, den dadurch bedingten Bedürfnissen neben der Ausstrahlung der Fernsehsendung Headnut TV auch mit In-Verkehr-Bringen eines zweiten Kinofilms Rechnung zu tragen, sondern dieses in Form des Filmstarts von Erkan & Stefan gegen die Mächte der Finsternis auch konsequent umgesetzt worden ist, wobei zwar der Humor dieses Werkes durch ein klassisches Prinzip, welches bereits etlichen parodistischen Filmen zu eigen war, zu erzeugen versucht wird, nämlich Charaktere als Helden in eine Situation weltbedeutender Bedrohung erscheinen zu lassen, welche aufgrund ihrer beschränkten geistigen Kapazitäten nicht in der Lage sind, eben jene um sie geschehenden Vorgänge nur im Ansatz zu verstehen, also durch die einzig von ihren Spiel- und Geschlechtstrieben dominiert werdenden Titelfiguren, die aufgrund ihres eigentlich nur auf Erfüllung dieses in ihnen verankerten Zielstrebens abgestellten Verhaltens in das Duell einer mit beachtlichen äußeren Werten ausgestatteten Kämpferin gegen einen das Böse schlechthin repräsentierenden Hexenmeister verwickelt werden, hier allerdings die Interaktion der karikierten Vertreter der sich nur an Unterhaltungswerten orientierenden Gesellschaft mit ihren ebenfalls überzeichneten, sich aber noch in den Rahmen als ernsthaft angelegter Genrefiguren volkstümlicher Actionfilme bewegender Mit- wie Gegenspieler ein beachtliches Klamaukpotential zu erzeugen geeignet ist, was zur Folge hat, daß Erkan & Stefan gegen die Mächte der Finsternis durch einen großen Anteil gelungener Einzelszenen für kurzweiliges Amüsement zu Sorgen weiß, während das Gesamtbild aufgrund starker handwerklicher Mängel sowohl in der Konzeption der Geschichte als auch in ihrer Umsetzung etwas getrübt ist, diesbezüglich aber zu bemerken ist, daß die Defizite solcher Art in der Betrachtungsweise eines Publikum, welches in seinem Verstand den zentralen Protagonisten nahe ist, zunehmend verschwinden dürften, so daß die qualitative Einschätzung dieses Lustspiels und damit die Sinnhaftigkeit eines auf den Eintritt zu einem zur Projektion desselben verwandten Saales gerichteten Kartenerwerbes in dem Maße an Stärke gewinnen dürfte, in dem es dem Zuschauer möglich ist, diese intellektuelle Verwandtschaft für sich bestätigen zu lassen, und kann demnach zumindest einigen von Ihnen den Filmbesuch empfehlen. 1970-01-01 01:00
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