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Echt Blond

The Real Blonde. USA 1997. R,B: Tom DiCillo. K: Frank Prinzi. S: Camilla Toniolo, Keiko DeGuchi. M: Jim Farmer. D: Matthew Modine, Catherine Keener, Daryl Hannah, Maxwell Caulfield, Elizabeth Berkley, Christopher Lloyd, Kathleen Turner u.a.
120 Min. Concorde ab 23.6.98
Von Antje Krumm Mit seinem neuen Film zeigt sich der ewige Festivalliebling Tom DiCillo (Living in Oblivion, Box of Moon Light) von seiner bislang leichtesten Seite. Echt Blond ist eine echte Beziehungskomödie um Männlein, Weiblein, Sex und wahre Liebe, angesiedelt in New Yorks Medien- und Modewelt. Der ewig arbeitslose Schauspieler Joe (Modine mal wieder richtig gut), der auf die anspruchsvolle Rolle wartet, lebt mit der erfolgreichen Make-Up-Artistin Mary zusammen. Sie bezahlt die Rechnungen, schmeißt den Haushalt und zweifelt zunehmend an der Reife ihres Partners – die Beziehung reibt sich langsam in alltäglicher Routine auf.

Joes Kellnerjob-Kollege Bob (Wiedersehen macht Freude: Maxwell Grease 2 Caulfield) ist nicht nur als Aufreißer erfolgreich: Der Schauspieler bekommt die Hauptrolle in einer erfolgreichen Seifenoper. Seinem eigentlichen Ziel kann Soap-Prominenz nur helfen; er möchte eine echte Blondine kennenlernen, und das ist ganz schön schwierig.

Die sympathische Geschichte wird von den durchweg überzeugenden Darstellern getragen – natürlich dürfen auch Auftritte von Steve Buscemi und DiCillo selbst nicht fehlen. Durch die gelungene Figurenkonstellation hebt Echt Blond sich von romantischen Komödien à la Hollywood ab; DiCillos Helden und Antihelden sind teils skurril, teils auch vertraut wie alte Bekannte. Nette Dialoge mit satirischen Seitenhieben auf das Showbusiness und wirklich gute Jokes runden ein Stück solides Unterhaltungskino – nicht gänzlich ohne Tiefgang – ab. 1970-01-01 01:00

Abdruck

Dieser Text ist erstmals erschienen im Schnitt #11.
© 2012, Schnitt Online

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