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Der Dolch des Batu Khan

D 2004. R,B: Günter Meyer. B: Katrin Meyer. K: Sebastian Richter. S: Matthias Behrens. M: Thomas Natschinski. P: Mediopolis, MDR, RBB. D: Marian Lösch, Sarah Bellini, Benjamin Seidel, Björn Casapietra u.a.
89 Min. atlas junior ab 3.3.05

Der Schatz des Grünen Gewölbes

Von Frank Brenner Von den späten 70er bis in die frühen 90er Jahre liefen im ZDF in den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester aufwendig gestaltete Abenteuersechsteiler, die die ganze Familie zu begeistern wußten, in erster Linie jedoch auf junge Teenager abzielten, die dem Kindesalter gerade entwachsen waren, ihre Volljährigkeit aber noch lange nicht erreicht hatten. Weihnachtsserien wie »Timm Thaler«, »Patrik Pacard«, »Jack Holborn« oder »Silas« waren stets nach ihrem heranwachsenden Helden benannt, der dem Zielpublikum die ideale Identifikationsfigur lieferte und sich mit seiner jugendlichen Schläue auch gegen ausgefuchste erwachsene Verbrecher zu erwehren verstand. Günter Meyers Der Dolch des Batu Khan steht in der Tradition dieser einfallsreichen, spannenden und gewitzten Jugendunterhaltung, wie man sie in den vergangenen Jahren nur noch selten im Fernsehen oder Kino erleben durfte. Zu häufig schielt man auch gerade hierzulande auf amerikanische Erfolgsmuster oder setzt auf Zauberschnickschnack oder sprechende Tiere. Ein Film wie dieser stellt endlich eine willkommene Abwechslung dar.

Sebastian Schwartz ist gerade zwölf Jahre alt geworden, aber so richtig glücklich ist er nicht. Seine Mutter ist vor drei Jahren gestorben und sein Vater geht in seinem Job als Chefkonservator des »Grünen Gewölbes« in Dresden auf und vergißt seinen Sproß nur allzu oft. Als eine sensationelle Ausgrabung dem anstehenden gemeinsamen Urlaub zwischen Vater und Sohn mal wieder einen Strich durch die Rechnung macht, zieht sich Herr Schwartz dadurch aus der Affäre, daß er seinem Sohn erlaubt, im berühmten Schatzkammermuseum auszuhelfen und somit eine imaginäre Reise in eine spannende Vergangenheit zu unternehmen. Die Wissenschaftler vermuten nämlich, in den wieder entdeckten Reliquienkisten u.a. den Dolch Batu Khans zu entdecken, der als furchteinflößender Enkel Dschinghis Khans im 13. Jahrhundert in der Mongolei für Angst und Schrecken sorgte. Da sich aber auch einige Gangster um einen windigen Geschäftsmann ins Grüne Gewölbe begeben, um den Dolch zu entwenden und ihn für ihren Chef gewinnbringend zu verkaufen, geraten vor allem Sebastian und seine Freunde Maria und Benni bald in große Gefahr.

Ein bißchen was von den Abenteuern der drei Fragezeichen nimmt die Geschichte schließlich im weiteren Verlauf auch noch an. Für die bevorstehende Ausstellung der neu entdeckten Schätze haben sich im Museum nämlich eine ganze Reihe neuer Mitarbeiter eingefunden, von denen viele als potentielle Kontaktleute für den finsteren Geschäftsmann, der sich sinnigerweise Dr. Caligari nennt, in Frage kommen. Mit Pfiff, technischen Spielereien und der Kraft wahrer Freundschaft werden die Kleinen über die Großen triumphieren. Für etwas ältere Kinder und junge Erwachsene bietet dieser Film somit spannende und kurzweilige Unterhaltung. 1970-01-01 01:00
© 2012, Schnitt Online

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