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Dobermann

Le Dobermann. F 1997. R: Jan Kounen. B: Joel Houssin. K: Michel Amathieu. S: Bénédicte Brunet. M: Richard Shorr. D: Vincent Cassel, Tchéky Karyo, Monica Bellucci u.a.
112 Min. Senator ab 7.5.98
Von Gaye Suse Kromer Glauben Sie an das Gute in jedem Polizeiherzen? Sind Ihnen Gewaltszenen zuwider? Mögen Sie's politisch korrekt? Jeder, der diese drei Fragen mit »Ja« beantwortet hat, kann getrost zum nächsten Artikel übergehen, denn für ihn wird Dobermann nichts bereithalten. Für alle anderen sei er wärmstens empfohlen: Yann ist der Dobermann, dem das Verbrechen in Form einer Magnum A. 357 im wahrsten Sinne des Wortes schon in die Wiege gelegt wurde. Er ist in Paris der Kopf einer gefährlichen Gangsterbande, die sich aus Desperados zusammensetzt und sich den Großstadtdschungel mit Sex, Drogen und Gewalt untertan macht. Das einzige, was zählt, sind Loyalität zum Dobermann und Zielsicherheit im Umgang mit großkalibrigen Waffen. Zur Seite steht Yann seine taubstumme Freundin, die attraktive und nicht minder schießwütige Nat.

Die genial ausgeklügelte Idee, die Polizei durch falsch ausgelösten Alarm überall in der Stadt so in Schach zu halten, daß man in Ruhe zwei Banken ausrauben kann, geht zwar zunächst auf, ruft aber den korrupten Polizisten Christini auf den Plan. Für ihn ist es eine persönliche Beleidigung, daß der Dobermann unbehelligt durch die Gegend läuft, und der Cop setzt alles daran, ihn zu fangen. Alles endet in einem rasanten Showdown, wobei der Gute nicht der Gute und der Böse nicht der Böse ist.

Wenn man über einige Schwächen in Form von immer wieder bemühten Klischees absieht, bietet der Film angenehme Unterhaltung. Der Hauptdarsteller Vincent Dobermann Cassel (Hass), ist als französischer Antonio Banderas äußerst nett anzusehen, und auch der männliche Teil des Publikums wird mit der heißblütigen Monica Bellucci optisch bestens versorgt. Mit anderen Worten: Ein cooler Film, der weiß, was richtige Männer brauchen: eine Kanone. 1970-01-01 01:00

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Dieser Text ist erstmals erschienen im Schnitt #10.
© 2012, Schnitt Online

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