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Confidence

USA/D/CDN 2003. R: James Foley. B: Doug Jung. K: Juan Ruiz Anchía. S: Stuart Levy. M: Christophe Beck. P: Ignite, Cinerenta, Lions Gate. D: Edward Burns, Rachel Weisz, Morris Chestnut, Leland Orser, Brian Van Holt, Luis Guzmán, Dustin Hoffman u.a.
97 Min. Universum/Central ab 08.01.04

Manieristisch

Von Frank Brenner Eine kleine Bande guteingespielter Ganoven wollen den großen Coup landen. Mit zwei neuen Mitgliedern im Boot haben sie sich zum Ziel gesetzt, eine Bank durch Geldschieberei um Millionen zu betrügen. Der Plot von James Foleys neuem Film ist alles andere als originell, zumal im Moment eine Renaissance des Millionenraub-Genres im Kino ihre Blüten treibt. Um die sehr dialoglastige und ansonsten recht unspektakuläre Story ein wenig aufzupeppen, bedient sich Foley der durch diverse Flashbacks ineinander verschachtelten Erzählstruktur.

Doch auch das ist ja beileibe keine Innovation mehr, erst recht nicht bei einem Film, bei dem es um Betrügereien, Täuschungsmanöver und doppelte Böden im Storygerüst geht. Dementsprechend dauert es auch nicht besonders lange, bis sich der Zuschauer bei dem heillosen Wirrwarr in Kombination mit den technischen Mätzchen unsäglich zu langweilen beginnt. Die Figurenzeichnung hätte zudem wohl kaum stereotyper ausfallen können, und so mancher talentierte Mime wird weit unter Wert verkauft, so z.B. Andy Garcia in einer Kleinstrolle ohne Handlungsmöglichkeiten und Gaststar Dustin Hoffman, der seine Rolle als ausgefuchster Unterweltboß allzu routiniert abspult.

Das Statische seiner Inszenierung versucht Foley durch eine vermeintliche Rasanz im Schnitt zu kompensieren. Doch wenn in einer kurzen Dialogszene zwischen den fünf Bandenmitgliedern von Satz zu Satz von Großaufnahme auf Großaufnahme geschnitten wird, erzeugt dies nicht etwa Tempo, sondern wirkt schon nach kürzester Zeit aufdringlich und nervtötend. Wenn diese Spielereien von Cutter Stuart Levy nicht eingesetzt werden, präsentiert uns der Film Einstellungen der sich in einem Straßencafé unterhaltenden Gruppe, in denen die durchs Bild rauschenden Fahrzeuge den abgehackten Rhythmus doch wieder aufgreifen. Foley fügt also absolut nichts Neues zum Genre hinzu, sondern nervt lediglich durch ausgelutschte Manierismen und eine öde-langweilige Geschichte. 1970-01-01 01:00
© 2012, Schnitt Online

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