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Brokedown Palace

USA 1999 R: Jonathan Kaplan. B: David Arata. K: Newton Thomas Sigel. S: Curtiss Clayton. M: David Newman. P: Two Girls/Fox 2000. D: Claire Danes, Kate Beckinsale, Bill Pullman, Jacqueline Kim, Aimee Graham, Daniel Lapaine u.a.
100 Min. Twentieth Century Fox ab 8.6.00
Von Thomas Warnecke Das ist ja wahrhaftig eine schöne Vorstellung: Claire Danes in einem thailändischen Frauenknast. Fiese Wärterinnen triezen das wehrlose Schulmädchen und intrigante Mitgefangene denken sich böse Spielchen aus, hilflos harrt das harmlose Geschöpf seines strahlenden Retters…

Doch die Wärterinnen sind weichherzig und bestechlich, und unter den Mitgefangenen befinden sich schon einige Amerikanerinnen, die das in Thailand scheinbar alltägliche Spielchen, bei dem ahnungslosen Touristen Drogen untergeschmuggelt werden, schon vor Claire Danes und ihrer Freundin (Kate Beckinsale) erlebt haben und ihr nach dem Motto »Schätzchen, ich weiß wie's läuft« Pragmatismus einschärfen. Pragmatisch gibt sich auch Bill Pullman, der als Ami-Anwalt in Thailand sein einträgliches Geschäft macht. Gegen harte Dollars läßt er sich dazu bewegen, den beiden Mädchen aus den Fängen der Justiz zu helfen. Daß er dabei auf ein dichtes Netz von Korruption stößt, versteht sich von selbst.

Der Film bewegt sich auf so ausgelatschten Pfaden, daß den Schauwerten des Films, von seinen beiden Darstellerinnen über den tourismusgerecht abgefilmten Landeshintergrund bis zu den mäßig finsteren Abgründen der Justiz, schnell jeglicher Reiz abgeht. Zu allem Überfluß will der Film bis zum Schluß spannend sein und kommt so zu einem albernen, halbherzig offenen Ende mit angedeuteter Happy-End-Chance. Jonathan Kaplan hat mit Brokedown Palace seifenopernmäßigen, ganz und gar untrashigen, und deshalb langweiligen Teenieschrott fabriziert. 1970-01-01 01:00
© 2012, Schnitt Online

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