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Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns

Bridget Jones – The Edge of Reason. GB/USA/F /IRL 2004. R: Beeban Kidron. B: Andrew Davies, Helen Fielding, Richard Curtis, Adam Brooks. K: Adrian Biddle. S: Greg Hayden. M: Harry Gregson-Williams. P: Working Title, Universal, Miramax, StudioCanal, Little Bird. D: Renée Zellweger, Hugh Grant, Colin Firth, Gemma Jones, Jim Broadbent u.a.
108 Min. UIP ab 2.12.04

Ich will keine Schokolade…

Von Frank Brenner Bridget Jones hat es wirklich nicht einfach. Sie ist nun mal übergewichtig, aber zu allem Überfluß noch ein ziemlich ungeschickter Trampel mit nicht allzu viel Geschmack, was ihre Garderobe betrifft. Trotzdem hat sie nach den turbulenten Verwicklungen, die man vor drei Jahren in Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück miterleben konnte, nun doch endlich in Mark Darcy so etwas wie ihren Lebensabschnittsbegleiter gefunden. Die Frage ist nunmehr, wie es ihr gelingen kann, Darcy als ihren Freund zu behalten, ihn nicht an seine attraktive Kollegin Rebecca zu verlieren und darüber hinaus den Avancen des aufdringlichen Playboys Daniel Cleaver zu widerstehen.

Die von Helen Fielding erfundene Romanheldin, die so vielen Mauerblümchen mit ihren Erlebnissen aus der Seele sprach, war schon in geschriebener Form für bislang zwei Bücher gut. Daß nach dem Erfolg der ersten Verfilmung auch bald eine zweite ins Lichtspielhaus stehen würde, liegt unzweifelhaft im Gesetz der Serie. Nachdem sich die ersten Aufregungen über die Besetzung der britischen Titelfigur mit der Amerikanerin Renée Zellweger mittlerweile geglättet haben, denn am Box-Office des ersten Films konnte man ersehen, daß das keineswegs ein allzu großes Problem darstellte, darf die in der Zwischenzeit Oscar-gekürte Texanerin nun zum zweiten Mal in sträflich große Unterhosen schlüpfen und mit ihrer Trampelhaftigkeit für Aufsehen sorgen. Und wieder einmal ist es Zellwegers unbestreitbarer Charme, der diese nette kleine Konfektionskomödie zu einem gelungenen Kinoabend macht. Wieder einmal hat sie sich einige Pfunde zusätzlich angefuttert, um der Leibesfülle der Romanfigur gerecht zu werden, und versteht es mit ihrem pausbäckigen Witz ausgezeichnet, die Sympathien der Kinozuschauer für sich zu erobern.

Nach einem absehbaren Zerwürfnis mit ihrem Herzbuben Mark begibt sich Bridget dieses Mal auf Geschäftsreise mit ihrem windigen Kollegen Cleaver, der ihre drogenbenebelte Hilflosigkeit in Thailand gnadenlos für sich auszunutzen versteht. Zu allem Überfluß landet sie schließlich sogar noch wegen Drogenbesitzes im thailändischen Staatsgefängnis. Die Storykonstellationen mögen ein wenig zu vorhersehbar sein, doch der von Helen Fielding selbst und Komödienveteran Richard Curtis (Vier Hochzeiten und ein Todesfall) adaptierte Roman hat noch genug Situationskomik und Dialogwitz zu bieten, um gefällige Unterhaltung zu garantieren. Die glänzend aufgelegten und von Beeban Kidron (To Wong Foo, thanks for everything, Julie Newmar) straff geführten Darsteller tun das ihrige, um aus der zweiten Bridget-Jones-Verfilmung einen weiteren Erfolg werden zu lassen. 1970-01-01 01:00
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