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Beshkempir

Kirgisien/F 1998. R,B: Aktan Abdikalikov. B: Avtandil Adikulov, Marat Sarulu. K: Hassan Kidiraliev. S: Tilek Mambetova. M: Nurlan Nishanov. D: Mirlan Abdikalikov, Albina Imasheva, Adir Abilkassimov u.a.
81 Min. OmU. Neue Visionen ab 9.12.99
Von Lisa Schneider Dieser Film erzählt eigentlich keine Geschichte. Er zeigt menschliches Zusammenleben in seiner Urprünglichkeit.

Im Zentrum der Beobachtung bewegt sich Beshkempir, ein kleiner Junge, der in einer kirgisischen Dorfgemeinschaft erwachsen werden muß. Zunächst lebt er aber im Mikrokosmos der Kinder. Einem Rudel junger Hunde gleich, haben sie sich zu einer geschlossenen Gemeinschaft zusammengefunden, und die Kamera verfolgt ihr Spiel, ihre Streiche und ihre Grausamkeiten. Auch die unvermeidlichen Kollisionen mit der Welt der Erwachsenen, die sie mit reichlich Übermut erforschen, bis sie eines Tages ihren Platz einnehmen werden.

Der Regisseur Aktan Abdikalikov setzt in seinem Langfilmdebüt ganz auf die Poesie der Bildsprache und die Natürlichkeit seiner Laiendarsteller. Die Landschaft und die traditionelle Kultur der Menschen Mittelasiens werden in wundervollen Schwarz-Weiß-Bildern eingefangen, selten unterbrochen von kontrastierenden, farbigen Momentaufnahmen.

Die Aussagekraft von Beshkempir läßt sich auch auf seine archaische Komponente zurückführen. Die Probleme des Erwachsenwerdens und die Erforschung der eigenen Herkunft entspringen dem universellen Gedanken der Identitätsfindung. Beshkempir wurde 1998 in Locarno mit dem silbernen Leoparden bedacht. 1970-01-01 01:00
© 2012, Schnitt Online

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