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Atanarjuat – Die Legende vom schnellen Läufer

Atanarjuat. CDN 2000. R,B: Zacharias Kunuk. B: Paul Apak Angilirq, Norman Cohn, Herve Paniaq, Pauloosie Quitalik. K: Norman Cohn. S: Norman Cohn, Zacharias Kunuk, Marie-Christine Sarda. M: Chris Crilly. P: National Film Board of Canada u.a. D: Natar Ungalaaq, Pakkak Innukshuk, Sylvia Ivalu, Peter-Henry Arnatsiaq u.a.
172 Min. Arsenal ab 12.12.02
Von Corinna Engelhardt Mit Atanarjuat – Die Legende vom schnellen Läufer hat sich der Drehbuchautor Paul Apak Angilirq, der nach Vollendung des Films im Dezember 1998 an Krebs starb, ein Denkmal gesetzt, das vielen sicherlich noch lange über seinen Tod hinaus in Erinnerung bleiben wird. Das Einzigartige an Atanarjuat liegt sowohl in seiner Idee, als auch in seiner Produktionsweise. Es ist der erste kanadische Film über einen Nomadenstamm der Inuit, der vom ersten bis zum letzten Schritt von und mit den Nachfahren der Inuit entstanden ist und produziert wurde. Der Grundgedanke der Konservierung von Stammes- und Kulturgeschichte wurde in Atanarjuat erfolgreich vom Regisseur Zacharias Kunuk und seinem Team in Filmform umgesetzt.

Von der traditionellen Kleidung aus Eisbären-, Robben- und Hasenfell, über die ursprünglichen Werkzeuge und Waffen, wie knöcherne Messer und Speere, bis hin zur Inuktitut-Sprache stellt Atanarjuat – Die Legende vom schnellen Läufer in seinen 172 Minuten ein Filmmonument dar, das seine Darsteller oft an die Grenzen des Unmöglichen brachte. So mußten sie sich nach langer Recherche sensibel an die fast vergessene Inuktitut-Sprache und deren Aussprache herantasten, lernen mit den traditionellen Werkzeugen und Waffen umzugehen und der Hauptdarsteller Natar Ungalaaq sogar bei Minustemperaturen nackt und barfuß über Eisflächen und Wasserlöcher rennen.

Neben den vielen kleineren und größeren geschichtlich-interessanten Details erzählt Atanarjuat eben jene Legende vom schnellen Läufer. Dieser aus tausend Jahren überlieferte Mythos wird von der Kamerführung von Norman Cohn, dem Schnitt von Zacharias Kunuk, Norman Cohn und Marie-Christine Sarda umhüllt wie ein Kokon, aus dem in der Symbiose ein spannendes, packendes Drama entsteht. Und trotz der Überlänge des Films mit seinen fast drei Stunden, zieht die wunderschöne, endlos weite Eis- und Schneelandschaft verflochten mit den blutigen Spuren des Fluchs, der auf dem Nomadenstamm von Igloolit lastet, den Zuschauer in seinen Bann. 1970-01-01 01:00
© 2012, Schnitt Online

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